Held*innen

Dienstag, 16. Juni 2020, 20 Uhr

Philharmonie Essen - Alfried Krupp Saal

 

Keine Oper ohne Held oder Heldin! Seit vor über 400 Jahren der mythische Sänger Orpheus die Opernbühne betrat, stehen die Heroinnen und Heroen im Mittelpunkt der Handlung wie auch des Publikumsinteresses. Freilich zeigt die Operngeschichte, dass nicht nur Könige und Prinzessinnen heldenhaft sein können, sondern auch Figuren aus der Alltagswelt – siehe Charpentiers Arbeitermädchen Louise. Und es gibt auch gefallene Held*innen wie die Kurtisane Cunegonde in Bernsteins „comic operetta“ Candide.

Kleine Held*innen des Opernbetriebs sind auch die Mitglieder des Opernstudio NRW, das auf seine erste, äußerst erfolgreiche Spielzeit zurückblickt. Die zehn jungen Künstler*innen, aus mehreren Hundert internationaler Bewerber*innen ausgewählt, haben sich ein Jahr lang durch ihre Flexibilität, Neugier und natürlich auch die hohe Qualität ihrer Leistungen ausgezeichnet. Ein Abschlusskonzert markiert das Ende der ersten Spielzeit der Opernstudio-Mitglieder.

Der musikalische Leiter des Opernstudio NRW, Robin Phillips, hat für die acht Sänger*innen und die zwei Korrepetitor*innen ein Programm mit ganz unterschiedlichen Held*innen zusammengestellt. Die Bandbreite reicht von dem in barocken Koloraturen schwelgenden Ritter Orlando bis hin zum Robert-Stolz-Helden in Frühjahrsparade. Heimlicher Höhepunkt ist die nur zehnminütige vollgültige Mini-Oper A Hand of Bridge des US-Komponisten Samuel Barber. Das Konzert ist dem im Januar verstorbenen Vorstand der Brost-Stiftung Prof. Dr. Wolfgang Heit gewidmet, der sich stets sehr für das Opernstudio NRW eingesetzt hat.