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22. — 25.01.2020, Dortmund

Der gebürtige Italiener Felice Venanzoni studierte Klavier am Konservatorium in Pesaro und blickt seitdem auf eine vielseitige musikalische Karriere zurück. Seit 1999 an der Oper Frankfurt als Korrepetitor tätig wurde er 2002 als Studienleiter des Opernhauses engagiert und konnte dort auch als Dirigent Erfolge feiern. Im Zusammenhang der Wiederentdeckung barocker Opern des 18. Jahrhunderts wurde er an der Semperoper in Dresden sowie für das Barock-Fest „Winter in Schwetzingen“ verpflichtet. Mit Jean-Christoph Spinosi und dessen Ensemble Matheus hat er in den letzten Jahren viele gemeinsame Projekte als Continuo-Spieler und musikalischer Assistent realisiert, darunter Opernproduktionen und Konzerte in Nancy, Madrid, Dortmund, Beaune, Versailles, Quebec City, New York (Carnegie Hall), Moskau (Tchaikowsky Hall), am Theater an der Wien, am Théatre du Châtelet und Champs-Élysées in Paris. Im Jahr 2014 stand er bei der Produktion der Oper „Xerxes“ von Händel in Stockholm erstmals selbst am Pult des Ensembles. In der Saison 17.18 gastierte er als Cembalist an der Staatsoper Berlin, wo er mit der Akademie für Alte Musik Berlin unter der Leitung von Diego Fasolis Claudio Monteverdis „L’incoronazione di Poppea“ zur Aufführung brachte.

Felice Venanzoni hat seit 2009 einen Lehrauftrag in Rezitativgestaltung an der Musikhochschule Frankfurt und betreut als Vocalcoach regelmäßig junge Sänger in Opernstudios und Festivals. So hat er mehrere Spielzeiten lang Projekte und Meisterkurse am Opernstudio in Straßburg geleitet und ist einer der Dozenten des Mediterranean Opera Studio in Sizilien. Seit der Saison 2017.18 ist Felice Venanzoni verantwortlich für die künstlerische Ausbildung des Frankfurter Opernstudios.